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Der Strompreis unterscheidet sich in Deutschland je nach Region - aber offensichtlich gibt es auch oft ein "Land-Stadt-Gefälle".

Im Bundesdurchschnitt ist Strom laut einer Untersuchung des Portals CHECK24 in ländlichen Regionen gut zwei Prozent teurer als in Städten. Auf dem Land zahlt ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh demnach durchschnittlich 1.438 Euro, in der Stadt nur 1.405 Euro.

Mit vier Prozent ist der Unterschied in den ostdeutschen Bundesländern größer als in den westdeutschen (zwei Prozent). Am größten ist die Preisschere demnach zwischen Stadt und Land in Mecklenburg-Vorpommern. Für 5.000 kWh Strom bezahlen Stadtbewohner dort 1.388 Euro. Landbewohner zahlen durchschnittlich 187 Euro mehr - ein Plus von 13 Prozent. Vergleichsweise hoch sind die Unterschiede auch in Schleswig-Holstein (+99 Euro) und Sachsen-Anhalt (+44 Euro).

Die berechneten Durchschnittspreise basieren auf dem CHECK24-Strompreisindex und basiert auf dem durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Vierpersonenhaushalts (5.000 kWh). Dieser berücksichtigt pro Netzgebiet den Preis des Grundversorgungstarifs, den jeweils günstigsten Tarif des Grundversorgers sowie den je günstigsten Tarif der zehn preiswertesten Alternativanbieter.

Einen mögliche Grund für die Preisunterschiede macht CHECK24 bei den  Netznutzungsentgelte aus, die rund ein Viertel des Strompreises ausmachen. In ländlichen Regionen werden die Netznutzungsentgelte durch die geringere Einwohnerdichte auf weniger Schultern verteilt. Außerdem würden Investitionen in die Energiewende vor allem auf dem Land getätigt und die Kosten dafür anteilig auf die Stromkunden des örtlichen Verteilernetzes umgelegt.

Lediglich in zwei Bundesländern ist laut CHECK24 das Verhältnis zwischen Stadt und Land umgekehrt. In Niedersachsen kosten 5.000 kWh Strom demnach für Stadtbewohner im Schnitt zwei Euro mehr als für Landbewohner, im Saarland sogar 44 Euro.

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