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Für wen lohnt sich aktuell ein Stromanbieter-Wechsel? Die Politik debattiert immer wieder über Möglichkeiten, den Anstieg der Strompreise zu begrenzen bzw. die Erhöhungen fairer zu verteilen. Wer nicht mehr warten möchte, sollte lieber selbst aktiv werden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten (siehe z.B. Energiespar-Tipps). Wer zu einem günstigeren Tarif bzw. Anbieter wechselt, kann laut Stiftung Warentest damit unter Umständen einige hundert Euro im Jahr einsparen.

Die größte Ersparnis fand Stiftung Warentest laut einer Meldung aus dem November 2013 dabei im Ruhrgebiet, in Essen. Dort konnte nach den Berechnungen der Tester ein Durchschnittshaushalt mit 5 500 Kilowatt­stunden Stromverbrauch durch einen Wechsel bis zu 321 Euro im Jahr sparen.

 

Wer kann bei Strom-Preiserhöhungen wechseln?

Die Stromversorger zieren sich traditionell gerne, wenn Sie vertraglich einen Kunden nicht gehen lassen müssen oder versuchen zumindest, die Frist auszureizen.

Die Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen hat mit ihrer Hartnäckigkeit dafür gesorgt, dass immer mehr Kunden die Vorteile eines schnellen Wechsels für sich nutzen können. Sie erstritt für Stromkunden vor mehreren Gerichts-Instanzen Erstattungen für rechts­widrige Preis­erhöhungen. Nach fast sieben Jahren landete das Verfahren schließlich vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Dieser entschied im Frühjahr 2013 deutlich verbraucherfreundlicher als mehrere deutsche Gerichte zuvor. Stark vereinfacht besagt das Urteil des EuGH, dass Energieversorger für Gas oder Strom kein Recht zur Preis­erhöhung haben, wenn sie in ihren Vertrags­bedingungen nicht klarmachen, wann, wie und aus welchen Gründen die Preise angehoben werden.

Dass viele Stromversorger in ihren AGB trotzdem immer noch Klauseln stehen haben, laut denen sie das Recht haben, die Strompreise ohne Angabe von Gründen zu ändern, hat oft mit dem Thema Grundversorgung zu tun. Hier gilt noch heute: Preiserhöhungen sind im (meist teuren, aber noch oft verwendeten) Grundversorgungs-Tarif möglich, ohne dass sie dem Kunden erklärt werden müssen. Die Anbieter müssen lediglich sechs Wochen vor Änderung der Preise ihre Kunden darüber informieren.

Zudem nehmen auch außerhalb dieser Tarife viele Anbieter für sich in Anspruch, entsprechende Klauseln seien weiterhin rechtswirksam, weil das Urteil des EuGH sich auf ältere Rege­lungen mit unterschiedlichem Wort­laut beziehe. Die Verbraucherzentrale NRW widerspricht naturgemäß dieser Einschätzung.

 

Hauptsache, etwas tun

Doch fest steht: Nur wer etwas verändert, kann die Preisspirale für sich abbremsen oder gar weniger zahlen wie bisher. Immer mehr Stromkunden wechseln vom Grund­versorgungstarif in einen sogenannten "Sonder­tarif". Und damit nicht genug. Wer regelmäßig die aktuellen Tarife vergleicht, kann auch zwischen den Sondertarifen verschiedener örtlicher Anbieter ebenfalls sparen. 

Wer nicht wechseln möchte oder noch weitere Einsparpotenziale sucht, der kann auch an anderer Stelle etwas tun: Aktiv weniger Strom verbrauchen oder energiesparende Geräte einsetzen, hilft ebenso, bares Geld zu sparen (siehe z.B. Energiespar-Tipps). Für wen ein Stromanbieter-Wechsel in Frage kommt, kann hier Strompreise vergleichen

 

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