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Heizungstechnik - Pellet-Heizung - Wer bei der Suche nach einer geeigneten Heizungstechnik Holzpellets ins Auge fasst, hat einiges zu überlegen. Zu einigen häufigen Fragen versucht die folgende Liste Hilfestellungen zum Beginn der Planung zu geben.

 

Die Antworten vertreten nur eine Meinung und wir können für die Richtigkeit im Bezug auf ein konkretes Heizungs-Projekt keine Gewähr übernehmen. Für die detaillierte Planung und fachmännische Konzeption für ein konkretes Projekt wenden Sie sich bitte an einen Fachbetrieb der Heizungstechnik.

Die Infos aus unserem Pellet-Heizung Special sollen Ihnen helfen, die Vorschläge und Antworten Ihres Dienstleisters besser einschätzen zu können, bevor Sie zu einer endgültigen Entscheidung kommen.

 

Manche Anbieter werben mit dem Argument, eine Pellet-Heizung arbeite annähernd klimaneutral - ist das nur Marketing?

Die Verbrennung von Holzpellets in einer Pellet-Heizung mit neuester Technik setzt zumindest relativ wenig CO2 frei. Sie kommt dem Ideal einer klimaneutralen Heizung zumindest nahe, wenn man argumentiert, dass im Falle einer natürlichen Verrottung des Holzes CO2 an die Luft abgegeben würde. Es würde nach dieser Lesart sowieso die Menge an CO2 wieder freigesetzt werden, die der Baum während seines Wachstums gebunden hatte.

Beim Verbrennen von Holz-Pellets entstehen aufgrund der modernen Heizungstechnik zudem bei weitem nicht solche Mengen an problematische Kohlenmonoxid-Abgase wie bei herkömmlichen Holzverbrennung.

Wichtig zum Thema Klimaneutralität ist auch die Frage, wie das Pellet-Holz produziert wird. Für Deutschland und Österreich werden Holzpellets (jedenfalls noch) überwiegend aus Restholz und vor allem aus Sägespänen hergestellt. In Europas Wäldern wird laut Statistik nur soviel Holz entnommen wie auf der anderen Seite wieder neu wächst. Auch dies ist Bestandteil der positiven Klima-Rechnung für den Rohstoff Holz bzw. Holz-Pellets.

 

Rechnet sich der Austausch einer Öl-Heizung gegen eine Pellet-Heizung?

Im Bezug auf Ein- oder Zweifamilienhäuser gibt es hierfür sehr positive Modellrechnungen. Gerade, wenn eine Öl-Heizung schon älter ist und nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik im Bezug auf Energieeffizienz entspricht. Ein wichtiger Punkt bei der Vergleichsrechnung für die Anschaffung ist zudem die Höhe der öffentlichen Zuschüsse für die Anschaffung einer Pellet-Heizung.

Die langfristige Vergleichsrechnung für den laufenden Verbrauch sieht dann relativ positiv aus, wenn man langfristig steigende Preise für Heizöl unterstellt. Fairerweise muss man sagen, dass die Preise für Holzpellets bei steigender Nachfrage auch größeren Schwankungen unterliegen können. Es spricht jedoch einiges für die Prognose, dass die Kosten für Holz-Pellets im Vergleich zu Heizungen mit begrenzten Brennstoffen wie Öl und Gas dauerhaft günstiger bleiben werden.

 

Welche Heizleistung sollte meine Pellet-Heizung haben?

Gängige Geräte haben eine Heizleistung von minimal 5 kW über 10 KW bis zu einer maximalen Heizleistung von ca. 15 kW. Die Heizungs-Systeme mit 15 kW sind am weitesten verbreitet. Die maximale Heizleistung sollte unbedingt am tatsächlichen Wärmebedarf des Hauses angelehnt sein. Ist die Heizleistung größer, wird der Heizkessel im täglichen Betrieb ansonsten zu häufig in sogenannten ungünstigen Teillastzuständen betrieben und arbeitet nicht so effektiv, wie er eigentlich könnte. Wem eine sehr geringe Heizleistung von ca. 5 kW reicht, sollte prüfen, ob für ihn statt eines kompletten Pellet-Heizung Systems im Keller ein einzelner Holzpelletofen eine Lösung wäre. Hier kann auch die maximale Heizleistung (vom Fachmann) besser konfiguriert werden.

 

Welche Förderung erhalte ich bei der Anschaffung einer Pellet-Heizung?

Eine besonders umfangreiche öffentliche Förderung kann man erhalten, wenn man eine Pellet-Heizung mit Solaranlagen kombiniert. Bei unserer letzten Modellrechnung kamen wir beim Kauf einer kompletten Pellet-Heizung mit Speicher auf einen öffentlichen Zuschuss von 2500 Euro. In der Verbindung mit einer Solaranlage kamen demnach nochmals 750 Euro einmalig hinzu. Zusätzlich immerhin 105 Euro für jeden Quadratmeter Kollektorfläche. Diese Werte unterliegen aber auch Änderungen, zum Beispiel weil die Subventionierung erneuerbarer Energien regelmäßig auf dem Prüfstand steht. Alle Details zur aktuell gültigen Förderung können Sie auf der Website der Bafa recherchieren.

 

Wie häufig muss eine Pellet-Heizung von Fachleuten gewartet werden?

Da gehen die Meinungen und Empfehlungen teils weit auseinander. Je älter eine Anlage ist, desto sorgfältiger sollte man auf eine regelmäßige Wartung achten. Die Kosten dafür sollten sich aber nicht wesentlich von Gas- oder Öl-Heizungen unterscheiden. Pro Wartungsintervall günstiger werden in der Regel längerfristig festgelegte turnusmäßige Überprüfungen über einen Wartungsvertrag, bei denen meist eine Überprüfung pro Jahr festgeschrieben wird.

 

Darf man Holz-Pellets und eigene gehäckselte Holzreste aus dem Garten mischen?

Es ist keine Zumischung anderer Brennstoffe für die Heizkessel von Pellet-Heizungen erlaubt. Sie sollten dies allein schon aus Gründen der Gewährleistung für Ihre Anlage im Schadensfall berücksichtigen.

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