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Die Kosten für Energie sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und liegen im Durchschnitt bei 400 Euro pro Kopf und Jahr. Gerade Bewohner von Einfamilienhäusern haben ein großes Einsparpotenzial: Sie verbrauchen rund 33 Prozent mehr Strom als Haushalte in Mehrfamilienhäusern. Wir stellen Möglichkeiten vor, wie Verbraucher ganz einfach Strom sparen können.

 

Effiziente Geräte anschaffen

Der größte Anteil des Stromverbrauchs in deutschen Haushalten entsteht in den Bereichen Kochen, Kühlen und Technik, wie das Umweltbundesamt in einer Grafik aufschlüsselt.

bild1 komprimiert(Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen)

Natürlich sind die Bedingungen in jedem Haushalt unterschiedlich. In einem Haus wird meist auswärts gegessen, dafür läuft die Klimaanlage im Sommer. Ein anderes Haus ist noch nicht gedämmt und verliert dadurch viel Wärme, hat dafür aber einen extrem sparsamen Kühlschrank.

 

Wann sollte man neue Geräte anschaffen?

Jeder Verbraucher muss für sich selbst entscheiden, welche Stromsparmaßnahmen für ihn infrage kommen. Alle alten Geräte wegzuwerfen, um effizientere anzuschaffen, ist keine Lösung, sondern eine Belastung für die Umwelt. Müssen jedoch ohnehin neue Haushaltsgeräte angeschafft werden, weil die alten nicht mehr funktionieren oder ein Neubau voll ausgestattet werden muss, sollte in jedem Fall die höchste Effizienzklasse gewählt werden.

 

Wie viel Strom und Geld lässt sich mit effizienten Geräten sparen?

So verbraucht ein Kühlschrank mit A+++ zum Beispiel 51 kWh/Jahr und erzeugt dadurch Kosten von 15 Euro (bei einem Kaufpreis von rund 759 Euro), während ein Gerät der Effizienzklasse A+ in einer ähnlichen Größe zwar nur beispielsweise 479 Euro in der Anschaffung kostet, dafür jedoch knapp über 200 kWh/Jahr verbraucht und 100 Euro an jährlichen Stromkosten verursacht. Es lohnt sich also, bei einer Neuanschaffung genau zu vergleichen. Ähnliche Unterschiede lassen sich auch bei Backöfen und allen anderen Geräten für den Haushalt ausmachen.

 

Kronleuchter(Quelle: Louweesee - CC0-Lizenz pixabay.com)

 

Bei der Beleuchtung im Haus sparen

Licht ist die Grundlage eines gemütlichen Wohnraumes. Die modernsten Leuchtmittel sind LED (lichtemittierende Dioden), wie es sie zum Beispiel in großer Auswahl bei der Lampenwelt.de zu entdecken gibt. Der Vorteil bei LED ist, dass sie nicht nur deutlich weniger Energie verbrauchen als Glühbirnen (- 90%) oder Halogenleuchten (- 70 %), sondern auch bis zu 25 Jahre halten. Das gilt für Qualitäts-LED, die rund 1000 Stunden pro Jahr leuchten.

LED gibt es heute für passend für alle Ansprüche. Ob warmweiß und gemütlich oder kühl und sehr hell, sowohl Wohnräume als auch Büros lassen sich mit den modernen Leuchtmitteln perfekt ausstatten. Wird eine LED angeschaltet, spendet sie sofort Licht, es gibt keine verzögerte Startzeit.

 

Wann und wie alte Glühbirnen austauschen?

Alle Leuchtmittel gleichzeitig auszutauschen, kann gehörig ins Geld gehen. So sollten zunächst die Lampen modernisiert werden, welche die meiste Zeit genutzt werden, also etwa im Wohnzimmer und in der Küche. Anstatt auf eine Deckenleuchte zu setzen, kann durch verschiedene Wandleuchten und indirektes Licht eine einzigartige, gemütlich Stimmung erzeugt werden.

Beim Kauf neuer Leuchtmittel sollte auf den Sockeltyp, die Lampenform und die Helligkeit geachtet werden. Die Leuchtkraft einer Lampe wird in Lumen gemessen. Dabei gilt, je mehr Lumen, desto heller ist die Lampe. Es gibt jedoch auch dimmbare Modelle.

Eine 25 - 40 Watt Glühbirne entspricht von der Helligkeit her einer LED mit rund 220 - 400 Lumen, die jedoch nur 4 - 6 Watt verbraucht. Eine 60 - 75 Watt Glühbirne hat eine Leuchtkraft von 700 - 1000 Lumen und verbraucht als LED nur 8 - 12 Watt.

 

Mit kleinen Maßnahmen viel Energie sparen

Dass auch energiesparende LED ausgeschaltet werden, wenn ein Raum nicht genutzt wird, versteht sich von selbst. Doch welche weiteren Maßnahmen gibt es, um Strom sparen zu können? Wir haben einige Tipps gesammelt, die in der Summe einen großen Unterschied machen können:

1. Wäsche an der Luft trocknen

Auch der sparsamste Trockner verbraucht deutlich mehr Energie, als wenn die Wäsche an der Luft getrocknet wird. Die Wäschespinne im Garten oder der Wäscheständer auf dem Balkon leisten hier gute Dienste. Natürlich erfordert das besonders in der kalten Jahreszeit eine bessere Organisation, da nicht die ganze Wäsche auf einmal getrocknet werden kann.

2. Beim Kochen einen Deckel verwenden

Wer Wasser kochen will, sollte es zunächst in einem Wasserkocher schon einmal zum Kochen bringen, weil dieser deutlich sparsamer ist. Zudem sollte unbedingt ein Deckel auf dem Topf verwendet werden. Dadurch kocht das Nudel-, Kartoffel- oder Reiswasser schneller.

3. Den Backofen nicht vorheizen

Üblicherweise wird auf den Packungen von Backofengerichten dazu geraten, den Ofen vorzuheizen. Das ist unnötig und dient nur dazu, eine genaue Backzeit angeben zu können. Auch ohne das Vorheizen wird die Pizza oder der Auflauf genau so lecker, und man hat zudem Energie und damit Kosten gespart.

4. Mit Umluft arbeiten

Schaltet man im Ofen die Umluft ein, wird die heiße Luft gleichmäßig verteilt, sodass auch auf mehreren Blechen gleichzeitig gebacken und gegart werden kann. Zudem kann die Temperatur um rund 30 Grad gesenkt und dennoch der gleiche Effekt erzielt werden.

5. Auf die Vorwäsche verzichten

Moderne Waschmittel machen die Vorwäsche überflüssig. Sie erlauben es zudem, auch bei niedrigeren Temperaturen gute Waschergebnisse erzielen zu können. Oftmals genügen 30 Grad für die wenig verschmutzte Wäsche, und mehr als 60 Grad sind gänzlich überflüssig.

6. Auf den Stand-by Modus verzichten

Fernseher und Computer sollten nach dem Gebrauch ganz ausgeschaltet werden, anstatt sie im Stand-by Modus zu halten. Abschaltbare Steckdosenleisten machen das leicht. Diese sind sogar mit Fernbedienung erhältlich.

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