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Die Heizung regelmäßig zu entlüften, gehört zur einfachen und sinnvollen Wartung der Heizungsanlage im Haus. In den meisten Fällen geht das auch ohne Heizungs-Fachmann. Eine Entlüftung benötigt nur wenig Werkzeug. Die regelmäßige Überprüfung der Heizkörper gewährleistet eine optimale Verteilung der Wärme und effiziente Nutzung der genutzten Energie.

Wann sollte man Heizungen entlüften?

Welches Werkzeug benötigt man?

Vorgehen - Reihenfolge für das Entlüften der Heizung

Kein Ventil? Wann benötigt man zur Wartung einen Fachmann?

 

Wann sollte man Heizungen entlüften?

  • Auf jeden Fall nach dem Einbau neuer Heizkörper zu Beginn der Winter-Heizperiode.
  • Bei älteren Heizungsanlagen, bei denen eine Wartung schon länger zurückliegt.
  • Bei Geräuschen wie Gluckern oder Pochen während des Heizens. In vielen Fällen rühren die Geräusche von Luft, die durch ein Entlüften entwichen kann.
  • Wenn Heizkörper sich nicht mehr gleichmäßig erwärmen bzw. ungewohnt lange für das Erwärmen benötigen.
  • Oft wird empfohlen, alle Heizkörper einmal jährlich zu entlüften.

 

Welches Werkzeug benötigt man zum Entlüften?

In der Regel kann man sich den Anruf beim Heizungsinstallateur für diese Wartung sparen. Zumindest dann, wenn die Heizungen mit Entlüftungsventilen am oberen Ende des Heizkörpers ausgestattet sind.

Folgende Werkzeuge und Utensilien werden benötigt:

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  • Heizkörper-Entlüftungsschlüssel (in jedem Baumarkt für wenige Euro erhältlich)
  • Ein Gefäß mit schmalem Rand für das Auffangen von entweichendem Wasser aus der Heizung
  • Lappen, um bei Bedarf Wasserreste abzuwischen.

 

Vorgehen - Reihenfolge für das Entlüften der Heizung

Für das eigentliche Entlüften benötigt man nur wenige Minuten pro Heizkörper. Man beginnt in dieser Reihenfolge:

  1. Für ein optimales Ergebnis  kann es helfen, wenn im Einfamilienhaus möglichst die Umwälzpumpe des Heizungssystems kurzzeitig außer Betrieb genommen wird. Fehlt Fachwissen bzw. in Mehrfamilienhäusern bzw. bei Mietwohnungen lässt man diesen optionalen Schritt einfach aus.
  2. Der Wasserdurchlauf sollte für das Entlüften auf höchster Stufe laufen. Man dreht alle Heizkörper voll auf und wartet mindestens fünf Minuten.
  3. Bei mehrgeschossigen Wohneinheiten beginnt man mit dem Entlüften in der unteren Ebene und geht dann etagenweise weiter nach oben.
  4. Das Entlüftungsventil findet man in der Regel auf der gegenüberliegenden Seite des Thermostat-Ventils. Es empfiehlt sich, das Gefäß für das Auffangen von austretendem Wasser nun direkt unter das Ventil zu halten.
  5. Mit dem Entlüftungsschlüssel dreht man das Entlüftungs-Ventil langsam gegen den Uhrzeigersinn etwas auf. Nur so weit, bis ein leises Zischen zu hören ist.
  6. So lange leicht geöffnet lassen, bis (wenig) Wasser gleichmäßig austritt.
  7. Dann Ventil wieder schließen, Wasserspuren abtrocknen, fertig.

 

Entlüften zum Sehen - Video

 

Kein Ventil? Wann benötigt man zur Wartung einen Fachmann?

Nicht alle Heizkörper sind mit einem Belüftungsventil versehen. Haben Sie für Ihre Heizungsanlage keine anderweitige Wartungsempfehlung, sollten Sie den Anruf bei einem Heizungsfachmann in Betracht ziehen.

Wenn durch das Entlüften einmalig nur wenig Wasser bis zu maximal ca. 0,5 Liter pro Heizungsanlage entwichen ist, ist das meist unproblematisch. Sind größere Mengen Luft bzw. Wasser entwichen, sollte gegebenenfalls in der Heizungsanlage Wasser nachgefüllt werden.

Treten die Probleme mit Geräuschen, fehlender Heizleistung und Luft in der Heizung häufig auf, kann und sollte eine grundlegende Wartung der Heizungsanlage durch einen Fachmann das Problem grundlegend lösen.

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