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Leuchtmittel-Pendel - LED-Lampe schlägt Glühbirne

Früher erfolgte der Kauf von LED Leuchtmitteln nur zum Austausch für alte Glühbirnen oder Energiesparlampen. Inzwischen gilt nach Glühbirnen sogar für einige ineffiziente Halogen-Lampen ein EU-Verbot.

Die Preise für LED-Lampen sind im Vergleich zur ursprünglichen Einführung drastisch gefallen. Der Umstieg in vielen Bereichen der Wohnung auf LED ist deshalb inzwischen für jedermann eine Option. Doch plötzlich ist beim Kauf von Leuchtmitteln alles anders, es gibt teils abweichende  Bezeichnungen und andere Maßstäbe für die Vergleichbarkeit. Hier sind die wichtigsten Tipps für den Kauf von LED-Lampen:

Was bedeutet die Abkürzung LED überhaupt?

Die Abkürzung LED steht für lichtemittierende Diode (Light-emitting diode). Dieses elektronische Bauteil erzeugt das Licht mit einer im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln sehr hohen Lichtausbeute und gleichzeitig geringem Stromverbrauch.

 

Wie vergleicht man die Helligkeit von Watt-Glühbirnen und LED-Leuchtmitteln?

Bei den herkömmlichen Glühbirnen und bei Halogenlampen drehte sich noch alles um Watt. Daraus leitete sich indirekt die Helligkeit der Birne ab. Bei LED-Leuchtmitteln wird die eigentliche Lichtleistung, der "Licht­strom", auf den Verpackungen in der Einheit "Lumen" angegeben (Abkür­zung: lm).  Grob kann man sich an der einfachen Formel zum Umrechnen orientieren: 1 Watt x 10 entspricht dem Wert in Lumen. 

Bei helleren Lampen muss man allerdings noch etwas hinzurechnen. Auch innerhalb der Produktpalette diverser Hersteller gibt es Abweichungen in bei den Angaben bei helleren Leuchtmitteln. In der Regel wird auf den Verpackungen auch ein Watt-Wert von Glühlampen angeben, der durch die neue LED-Lampe ersetzt wird, z.B.

  • 25 Watt Ersatz ca.250 Lumen bei LED-Lampen
  • 40 Watt Ersatz ca. 500 Lumen bei LED-Lampen
  • 75 Watt Ersatz ca. 800 bis 900 Lumen bei LED-Lampen

Siehe auch: EU-Verbot für Halogen-Lampen

 

Passt die LED-Fassung auf meine Leuchte? Der richtige Lampen-Sockel?

Die gute Nachricht für die Besitzer von liebgewordenen Leuchten: Die Fassungen für Glühlampen taugen auch für LED. (Einschränkungen gibt es lediglich bei der Frage der Dimmbarkeit). Die gängigste Fassung trägt die Kurzbezeichnung E27, ein Schraubgewinde mit eben diesen 27 Milli­metern Durch­messer. In Spots werden meist GU10-Stecksockel mit zwei dünnen Stiften für den Kontakt verwendet.

 

Dimmen mit allen LED-Lampen?

Wer seine neuen LED-Leuchtkörper an bestehende Dimmschalter nutzen will, hat in der Regel ein kleines Restrisiko. Denn Licht­schalter mit Dimm­er benötigen LED-Lampen die für diese Verwendung eindeutig gekennzeichnet sind. Trotzdem passen nicht alle gekennzeichneten LEDs auch automatisch zu allen Dimmern. Teilweise findet man sogar auf den Seiten von Lampenherstellern spezielle Auflistungen mit kompatiblen Dimmern. Man kann es sich aber auch einfach machen: Beim Kauf sollte man erfragen, ob man bei Funktionsproblemen (z.B. Lichtflackern oder Brummgeräuschen) das Produkt einfach umtauschen kann.

Wer einen Eindruck bekommen möchte, worauf man bei der Planung einer komplett neuen dimmbaren LED-Anlage als elektronisch interessierter Laie achten kann bzw. sollte - hier ist eine gute (und etwas schnelle) Einführung per Video.

 

Welche LED-Leuchtmittel haben eine gute Farbwiedergabe?

Es gibt immer noch eine große Bandbreite an LED-Leuchtmitteln, was die Farbwiedergabe und  Licht­qualität betrifft. Ein etwas kaltes, bläuliches Licht, dass eine Reihe von Produkten produzieren, ist zum Beispiel für den Arbeitsbereich sogar von Vorteil. Während das Licht warmer Halogenstrahler die Augen und den Organismus über längere Zeit eher ermüdet, fördert das helle kalte Licht eher die Konzentration.

Doch manche Lampen haben auch andere "Farbstiche" und nicht nur im Badezimmer-Bereich kann der Spiegel mit solchen Lampen ziemlich ungute Farbeindrücke produzieren.

Hier hilft unabhängige Messtechnik. In Tests von Stiftung Warentest erreichen Glüh­lampen einen Farb­wieder­gabeindex von 100. Doch sehr gute LED-Lampen kommen da inzwischen schon fast heran mit Werten über 90. Testsieger mit entsprechenden Messergebnissen findet man auf den Seiten von Stiftung Warentest (Kostenpflichtiger Abruf).

 

Welche LED-Licht­farbe soll ich wählen? Kelvin hilft weiter...

Glühbirnen haben eine einheitliche Farbtemperatur. Bei 60 Watt-Glühlampen liegt diese bei 2700 Kelvin. LED-Lampen gibt es aber (zum Glück) mit verschiedenen Licht­farben. Wer für seinen Einsatzzweck im Wohnbereich eher ein gemütliches warmweißes Licht passend findet, sollte Leuchtmittel mit maximal 3 300 Kelvin Farbtemperatur vorziehen.

Für helles Licht, dass man auch tages­licht­weiß nennt, werden LED-Lampen mit mehr als 5 300 Kelvin angeboten. Diese werden gerne in Arbeitszimmern verwendet. Zwischen diesen Extremen finden sich Produkte, deren Licht "neutralweiß" leuchtet (ca. 3500 – 4000 K). Das tatsächliche Ergebnis hängt aber auch von Faktoren wie der konkreten Wohnumgebung, dem Schirm der Leuchte selbst und der Positionierung im Raum ab. Zudem gibt es neben den Standard-LED mit mattem Glas auch Lampen, mit einem transparenten Glaskörper.

Wenn für einen Einsatzzweck besonders warmes und gemütliches Licht erwartet wird, ist oft statt LED weiterhin der Einsatz von Halogenlampen sinnvoll, auch wenn damit mehr Strom verbraucht wird. Die wahren Stromfresser sitzen aber in der Regel sowieso woanders im Haushalt.

 

Haltbarkeit: Wie lange ist die Lebensdauer einer LED-Lampe?

Das hänt unter anderem vom Einsatzzweck, der Häufigkeit und Dauer der Nutzung und nicht zuletzt von der Qualität der Herstellung des LED_Lampe ab. Markenhersteller testen ihre Leuchtmittel mit Stresstests auf ihre Haltbarkeit. Eine qualitativ sehr gute LED kann so durchaus bis zu 100.000 Stunden im Einsatz sein. Setzt man ca. 1.000 Stunden Einsatzzeit pro Jahr an, ist zumindest die Lebensdauer der Leuchte nicht das Problem. Allerdings sollen z.B. geringe Schwankungen in der Stromspannung gelegentlich zu Problemen geführt haben. Markenhersteller geben für Produktionsfehler oft Garantien auf Leuchtmittel. Es kann sich also trotzdem lohnen, den Kaufbeleg aufzubewahren.

 

Was ist besser: LED oder Halogen?

Unter Effizienz-Gesichtspunkten sind LED-Lampen gegenüber Halogen klar im Vorteil. Je nach Leuchtmittel geht man von den drei- bis vierfachen Stromkosten bei der Nutzung von Halogenleuchten aus. Auch die mit einer LED-Lampe erzeugbare Helligkeit bzw. "Lichtausbeute" ist deutlich höher und kann damit weitere Leuchtmittel einsparen.

Soll eine Halogen-Lampe durch LED ersetzt werden, sollte man jedoch darauf achten, ob der Trafo der Halogen-Lampe auch die nötige Lichtleistung für die LED liefern kann. Auch beim Dimmen gibt es immer wieder Probleme, die man idealerweise vor dem Kauf abklären sollte.

Schlussendlich spricht das Einsparpotenzial beim Strom zwar eindeutig für LED. Aber ob dafür das ganze Leuchtensystem zwingend gewechselt werden muss, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Es spricht viel dafür, die besonders kuschelig mit Halogen ausgeleuchtete Wohnzimmer-Ecke weiter mit diesem Leuchtmittel zu betreiben. Wer einzelne Zimmer oder ganze Wohnungen von der Beleuchtung neu konzipiert, sollte aber möglichst eine zukunftsfähige LED-Lösung für alle gut auszuleuchtenden Bereiche wählen.

Siehe auch: EU-Verbot für eine Reihe von Halogen-Lampen

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