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Erneuerbare Energie - Solar-Atlas - Wie viel Sonnenenergie kann mein Haus einfangen? Wie viel CO2 und Energiekosten lassen sich dadurch einsparen? Und was kostet eine Solaranlage zur Stromgewinnung auf meinem Dach? Auf solche Fragen will künftig der Berliner Solaratlas Antworten geben.

 

Das Pilotprojekt von Berlin Partner GmbH, Berlins Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Standortmarketing stellt ab OKtober 2009 die Solar-Daten für Wohngebiete in Lichterfelde dar und soll demnächst auf ganz Berlin ausgedehnt werden.

So funktioniert der Solar-Atlas nach Auskunft der Betreiber: Mit einigen Mausklicks lässt sich in einem dreidimensionalen Stadtmodell im Internet ablesen, ob sich ein Dach für die Installation von Solaranlagen eignet und wie viel Sonnenenergie dieses Dach dann einfangen könnte. Das entsprechende Gebäude wird nicht mehr in seiner echten Höhe dargestellt, sondern in einer Höhe, die seinem Solarpotenzial entspricht. Aus unscheinbaren Flachbauten können so "Energieriesen" werden. Darüber hinaus errechnet das Programm auch, wie viel CO2 sich einsparen ließe. Außerdem informiert es den Nutzer, welche Kosten bei einer Investition in Solarenergie zu erwarten wären. Alle Daten sind online auch in zweidimensionaler Darstellung im Wirtschaftsatlas des Business Location Center Berlin verfügbar.

Die Berliner Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer glaubt, dass viele Immobilienbesitzerinnen- und -besitzer  sich vielleicht bisher scheuen, einen Energieberater zu engagieren oder nur mit geringem Einsparpotenzial rechnen würden. Der Solaratlas biete nun die Möglichkeit, ohne großen Aufwand und unverbindlich zu erfahren, was Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Dach bewirken könnten.

In einer zweiten Phase soll bis zum Frühjahr 2010 ganz Berlin mit rund 500.000 Dächern dargestellt werden. Der Solaratlas nutzt das vorhandene 3D-Stadtmodell des Landes Berlin, das auf dem amtlichen Kataster basiert. Außerdem wurden hierfür praktisch alle Berliner Hausdächer vom Flugzeug aus mit Lasern vermessen und fotografiert. Nützlicher Nebeneffekt für den Solaratlas: Dachneigung, Himmelsrichtung und Verschattung können genau berechnet werden. Zum Beispiel wurde der fast ein Kilometer lange Schatten des Berliner Fernsehturms in die Berechnungen für die Friedrichsstraße einbezogen.

Zusätzlich werden weitere Daten ausgewertet: zum Beispiel Sonneneinstrahlung sowie durchschnittliche Effizienz und Preis von Solarzellen. Daraus wird das Solarpotenzial von 14.300 Dächern berechnet. Diese Dächer könnten theoretisch rund 100 Gigawattstunden Solarstrom erzeugen. Das entspricht etwa einem Prozent des Stromverbrauchs von ganz Berlin. Die Dächer der gesamten Stadt könnten nach ersten Schätzungen etwa zwei Drittel des privaten Stromverbrauchs in Berlin abdecken.

Allerdings kann der Solaratlas über die Tragfähigkeit eines Dachstuhls keine Aussage treffen. Informationen darüber, welche Gebäude denkmalgeschützt sind, sollen dagegen künftig mit dem Solaratlas verknüpft werden.

Der Solaratlas wurde federführend durch Berlin Partner gemeinsam mit dem Berliner Senat, der Fachhochschule Osnabrück und dem Dresdner Unternehmen VirtualcitySystems umgesetzt. Er wird als Zusatzinformation in das bestehende 3D-Modell von Berlin Partner integriert. Basis des Solaratlas ist das Forschungsprojekt SUN-AREA der Fachhochschule Osnabrück.

Über den Download folgender soll man nach Betreiberangaben den Solaratlas in dem Softwareprogramm Google Earth darstellen können. Dort finden Sie auch Installationshinweise und die aktuellste Version von Google Earth.:
http://www.3d-stadtmodell-berlin.de/solar3D

Solar-Atlas in 2D-Darstellung im Wirtschaftsatlas / Business Location Center Berlin: http://www.businesslocationcenter.de/solar2D

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