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Erneuerbare Energie - Solar-Zelle mit Zukunft: Für seine Erfindung und Entwicklung einer neuen Art von Photovoltaik-Solarzelle wurde der deutsche Wissenschafter Michael Grätzel in der Schweiz mit dem hochdotierten Balzan-Preis ausgezeichnet. In der nach dem Wissenschaftler benannten "Grätzelzelle" werden Quanten von Sonnenlicht durch Farbstoffmoleküle eingefangen.

 

Die durch Farbstoff sensibilisierte Zelle ahmt somit den natürlichen Prozess der Photosynthese in grünen Pflanzen nach, wobei der sensibilisierende Farbstoff die Rolle des Chlorophylls übernimmt. In Pflanzen wird die Energie der Sonne benutzt, um Zuckermoleküle herzustellen, während sie in der Grätzelzelle benutzt wird, um elektrischen Strom zu erzeugen.

Im Gegensatz zu den üblichen Siliziumzellen, die hochreines und teures Silizium erfordern, benutzt der Begründung der Preis-Jury zufolge die Farbstoff-Solarzelle von Grätzel relativ preiswerte Materialien und stellt einen der vielversprechendsten Ansätze zur Ausnutzung von Sonnenenergie dar. Die Grätzelzelle sei ein effizienter und stabiler Wandler von Sonnenlicht in elektrische Energie. Da sie billig herzustellen ist, könnte sie eine ganz besondere Rolle im Konzept für den Einsatz von Erneuerbarer Energie abgelegenen Gebieten der dritten Welt spielen - durch die Erzeugung von Elektrizität in Klein-Anlagen.

Inzwischen werden die neuartigen Solarzellen in Wales auf kommerzieller Basis hergestellt. Michael Grätzel selbst ist an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne in der Schweiz auf dem Gebiet der Materialwissenschaften tätig.

Der diesjährige Internationalen Balzan vergab mehrere Preise in Höhe von 1 Mio. Schweizer Franken. Die Hälfte des Preisgeldes, das die Preisträger erhalten, soll nach dem Willen der Stiftung für die Finanzierung von Forschungsprojekten aufgewendet werden, die vorzugsweise von jungen Wissenschaftlern und Forschern durchgeführt werden.

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