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Stromspeicher sind im Allgemeinen und im Privaten ein wichtiges Thema. Strombetreiber müssen Strom oftmals zu günstigsten Preisen ins Ausland verkaufen, da zu viel Strom im Netz vorhanden ist. Dies ist ärgerlich und für viele schlichtweg unverständlich. Hausbesitzer hingegen stoßen bei der Recherche rund um Solaranlagen auf dasselbe Thema, nur aus einem anderen Grund. Lohnt sich ein eigener Stromspeicher im Haus und ist dieser eventuell förderungsfähig?

StromleitungenAbb. 1: Stromspeicher bekommen angesichts der Energiewende eine zunehmend große Bedeutung.

Was wird genau gefördert?

Gerade jetzt, da die Einspeisevergütung beständig sinkt und 2021 ausläuft, wird das Thema Stromspeicher unheimlich interessant. Wobei die Entscheidungsgründe für einen solchen Speicher natürlich vielseitig sind. Immerhin: Wer seinen Strom produziert und auf längerer Sicht im Heim speichern kann, der macht sich unabhängig von der generellen Stromversorgung. Doch ist es ebenso verständlich, dass sich Interessenten fragen, ob die Speichermöglichkeit ebenso gefördert wird, wie eine Solaranlage – oder aber vergütet wie das Einspeisen des produzierten Stroms. Wie sieht es beim Stromspeicher aus? Ein Überblick:

  • Städte - interessant ist, dass einige Städte gezielt und unabhängig der Landesförderung eine Förderung für Stromspeicher anbieten. In der Region Freiburg können Antragsteller beispielsweise 10 Prozent der Investitionskosten zurückerhalten. In Bocholt gibt es bis zu 800 Euro.
  • KfW-Förderung – Mit Hilfe des Förderkredits KfW 270 werden sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen dabei unterstützt, ihre Immobilien mit Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien auszustatten. Dies betrifft Photovoltaikanlagen, Anlagen zur Stromerzeugung aus Wasser- oder Windkraft sowie Batteriespeicher in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage. Während sich die staatlichen Unterstützungen bei beiden erstgenannten Möglichkeiten zwischen den Bundesländern weniger unterscheiden sieht das bei den Förderungen für Batteriespeichersysteme anders aus:
  • Bundesländer - Eine allgemeine Aussage zu den Förderungen für Batteriespeichersysteme kann nicht getroffen werden, da die Länder jeweils andere Beträge, aber auch Anforderungen ausrufen. Und nicht jedes Bundesland bietet diese Förderung.

Was genau gefördert wird, hängt somit stark vom Standort des Hauses ab. Beispiel Sachsen und Sachsen-Anhalt:

  • Sachsen - die Förderung wird durch die sächsische Aufbaubank realisiert. Die Förderung muss mindestens über 2.000 Euro gehen und orientiert sich an der durch die Investition resultierenden CO2-Einsparung. Je Tonne werden 500 Euro vergütet. Ein Stromspeicher muss laut Bedingungen wenigstens 20 Tonnen CO2 einsparen. Diese Förderung ist alternativ zu KfW-Programmen und kann genutzt werden, wenn bereits eine Anlage besteht.
  • Sachsen-Anhalt - die Förderung entstammt dem Programm »Richtlinie Sportförderung« und wird in Kombination mit Photovoltaikanlagen gewährt. Der Zuschuss beträgt bis zu dreißig Prozent, wobei er bei 5.000 Euro gedeckelt wird. Wird eine Ladestation zusätzlich errichtet, gibt es weitere 1.000 Euro. Diese Förderung gilt nur, wenn gleichzeitig eine Photovoltaikanlage errichtet oder eine bestehende Anlage um einhundert Prozent erweitert wird. Die Anlage ist dabei kein Bestandteil des Förderprogramms.

Die Antragstellung

Wie das obige Beispiel zeigt, können mögliche Antragsteller und Örtlichkeiten nicht klar benannt werden. Sicher ist nur, dass der Antragsteller immer der Besitzer des jeweiligen Hauses oder der jeweiligen Fläche ist. Ansonsten gilt:

  • Bei der Stadt erkundigen – zuerst sollte sich in der eigenen Stadt erkundigt werden, ob es ein gezieltes Programm gibt.
  • Land anfragen – nun geht es mit der Bundeslandverwaltung weiter. Welche Anlaufstelle hier die richtige ist, muss eventuell vor Ort erfragt werden.
  • Fachfirma fragen – auch dies ist eine gute Lösung, um eventuelle Förderungen in Erfahrung zu bringen. Fachfirmen arbeiten tagtäglich mit dem Thema und sind oft perfekt informiert. Zudem helfen sie bei der Beantragung und können aufgrund ihres täglichen Metiers, dem Stromspeicher und Solaranlagen, die notwendigen Unterlagen im Handumdrehen bereitstellen.

Da die einzelnen Bundesländer, Kommunen und Städte jeweils eigene Programme nutzen oder anbieten, lässt sich auch die Frage nach den Formalitäten rund um die Antragsstellung nicht abschließend klären. Die Fördermöglichkeiten und deren Bedingungen sind zu divers, um eine feste Angabe zu machen.

Die Förderung im Detail

Aufgrund der Tatsache, dass Bundesländer, Kommunen und Städte eigene Programme mit oft vollständig unterschiedlichen Inhalten auflegen, ist eine klare Auskunft nicht möglich. Fakt ist:

  • Zuschüsse – in der Regel handelt es sich um reine Zuschüsse bis zu einer ausgezahlt oder die Ausgabe über die Steuer in Höhe der Förderung zusätzlich zurückgeholt werden kann, ist abhängig vom eigenen Wohnort.
  • Karenzzeit – sie entfällt in den meisten Fällen, da es sich um Zuschüsse, nicht um Kredite oder Darlehen handelt.
  • Höhe – auch sie ist völlig offen. Das Land Brandenburg hat jetzt erst sein kürzlich aufgenommenes Programm beendet und in ein kleineres Paket abgeändert, da die Nachfrage zu groß war. Zuerst waren es 50 Prozent der Investitionskosten, höchstens 7.000 Euro, nun werden nur noch dreißig Prozent, höchstens 3.000 Euro übernommen.
  • Bedingungen – sie orientieren sich wieder am Wohnsitz beziehungsweise dem Standort der Anlage.

Leider können Interessenten an Stromspeichern nur eine eigene Recherche abhängig ihres Standorts durchführen. Zu beachten ist auch, dass manche Länder die Förderung abhängig von der Art des Speichers machen. Für einen Wasserstoffspeicher kann es gegebenenfalls höhere Beträge geben, als für einen anderweitigen Speicher – und andersherum. Wie unterschiedlich die Anforderungen sind, zeigt das Beispiel Berlin und Brandenburg: 

  • Berlin - das Förderprogramm sieht Batteriespeicher, Salzwasserbatterien, Redux-Flow-Systeme und Wasserstoffspeichersysteme mit Elektrolyseur und Brennstoffzelle vor, wenn diese gemeinsam mit einer Anlage angeschafft werden.
  • Brandenburg - hier werden nur Batteriespeicher gefördert, dafür unabhängig von der Neuanschaffung einer Solaranlage. Jedoch gilt die Förderung nur für selbst bewohnte Eigenheime.

solaranlage auf dem dachAbb. 2: Die Förderung für Stromspeicher fällt je nach Land oder sogar Gemeinde unterschiedlich aus.

Fazit – es gibt Förderungen für Stromspeicher

Nur welche, das ist abhängig von der Art des Stromspeichers sowie auch vom eigenen Standort.

Fakt ist, dass besonders bei Batteriespeichern die meisten Bundesländer ein eigenes Förderprogramm haben und Zuschüsse zur Verfügung stellen, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Auch einige Städte schließen sich dieser Förderung an und bilden ihre eigenen Programme. Doch herauszufinden, welche Angaben für einen selbst Bestand haben und welche Gelder tatsächlich erwartet werden können, bleibt leider jedem Interessenten erhalten. Die Fachfirma für den Stromspeicher und die eventuelle Solaranlage hilft aber in der Regel gerne weiter und kennt die notwendigen Ansprechpartner und Optionen.

(Bildquellen: Abb. 1: @ Manprit Kalsi / Unsplash.com, Abb. 2: @ ulleo / pixabay.com)

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