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Die Energiewende ist in aller Munde. Doch im Wärmemarkt liegt sie offensichtlich noch in weiter Ferne. Während Haushalte beim Stromwechsel inzwischen mehr Ökostrom-Tarife zur Auswahl haben als Tarife mit Kohle- und Atomstrom, ist es im Wärmemarkt umgekehrt.

Nach Berechnugnen des Ökoenergieversorgers Polarstern sind sogar nur fünf Prozent aller angebotenen Öko- und Biogasangebote wirklich zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.

Die große Mehrheit der Öko- und Biogasangebote seien immer noch Klimatarife (70 Prozent), die komplett auf fossilem Erdgas basieren und die verursachten CO2-Emissionen lediglich kompensieren würden. Weitere 25 Prozent sind Beimischprodukte. Das bedeutet, bei ihnen stammt nur ein Teil aus erneuerbaren Quellen. Den größeren Anteil hat hier fossiles Erdgas. 

Dabei fallen ca. 80 Prozent des Energieverbrauchs eines typischen Haushalts auf die Energie für die BEreitstellung von Wärme. Lediglich 20 Prozent entfallen auf den oft beworbenen Strom. Gleichzeitig werden sowohl im Neubau, als auch im Baubestand mehrheitlich fossil betriebene Heizungen genutzt.

Zwar arbeiten moderne Heizungen effizienter als die Systeme früherer Jahrzehnte. Doch den wärmebedingten CO2-Ausstoß verändert das laut Analysen des Umweltbundesamtes kaum, da gleichzeitig die Wohnfläche pro Person steigt. 

 

Neues Herkunftsnachweis-Verfahren für den Ökogasmarkt

Neue Idee - Strichmännchen

Eine Hürde bei der Verbreitung von Ökogas ist der Preis. Ökogas aus 100 Prozent erneuerbaren Energien ist in Deutschland laut Polarstern im Durchschnitt je nach Anbieter zwischen 8 Prozent und über 60 Prozent teurer als der fossile Grundversorgertarif. Die hohe Preisspanne schreckt deshalb viele Haushalte von einem Umstieg ab.Ein weiterer Grund: Für Landwirte ist es aufgrund der EEG-Vergütung bisher finanziell attraktiver, Biomasse zu verstromen, als sie im Wärmemarkt zu nutzen. 

Ein Problem für den Energieversorger, der schon seit  2011 bundesweit ausschließlich 100 Prozent Ökostrom und auch 100 Prozent Ökogas aus organischen Reststoffen anbietet. Die bei der Biogaserzeugung eingesetzten Ressourcen sind Abfälle aus der Zuckerproduktion.

Deshalb versucht man nun mit dem eigenen Ökogasprodukt einen neuen Weg, um es wettbewerbsfähig zu machen. Analog zum Ökostrom-Markt, wo Verbraucher echte, also nachhaltige Stromprodukte klarer unterscheiden können und mit einer höheren Preistoleranz belohnen. Etablierte Herkunftsnachweis-Verfahren sollen jetzt auch auf dem Gasmarkt transparent werden.

Wechselt ein Kunde zu Wirklich Ökogas von Polarstern, wird über ein europaweites Herkunftsnachweis-Verfahren sichergestellt, dass entsprechend seines Verbrauchs Ökogas aus 100 Prozent organischen Reststoffen produziert und bisher genutztes Erdgas verdrängt wird.

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