Anzeige

Die EEG-Umlage für die Förderung von Ökostrom wird im Jahr 2015 erstmals seit ihrer Einführung vor fünfzehn Jahren sinken. Die Umlagenhöhe von bisher 6,24 Cent falle auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde für Normalverbraucher, teilten die vier großen Stromnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW mit. Die EEG - Umlage sinkt damit leicht um 1,1 Prozent.

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben die Prognose der 2015 zu erwartenden Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare - Energien - Gesetz (EEG) sowie die daraus resultierende EEG - Umlage für das Jahr 2015 veröffentlicht. Die Umlage wurde von den Übertragungsnetzbetreibern im Auftrag des Gesetzgebers auf Basis von Prognosen unabhängiger Gutachter ermittelt.

Danach ergibt sich für 2015 ein Umlagebetrag von ca. 21,8 Milliarden Euro ( Vergütung an Anlagebetreiber abzüglich Gegenwert durch Börsenerlöse sowie Berücksichtigung EEG - Kontostand und Liquiditätsreserve) .

Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland finanziert. Die Abgabe für energieintensive Unternehmen liegt wesentlich unter der für Normalverbraucher, zu denen Privathaushalte und auch viele Betriebe zählen. Strom könnte im kommenden Jahr auf Basis der Umlage-Werte billiger werden, aber zumindest große Spareffekte sind durch die relativ kleine Senkung der Umlage wohl nicht zu erwarten.

Die Ermittlung der EEG - Umlage erfolgte in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur, die den gesetzlichen Auftrag hat, die Ermittlung, Festlegung, Veröffentlichung, Weitergabe der EEG - Umlage und die Vermarktung der EEG - Strommengen zu überwachen sowie die Anforderungen zur Vermarktung zu regeln.

 

Detailzahlen zur EEG-Umlage

Für das Jahr 2015 wird nach Angaben der Stromnetzbetreiber weiter eine ansteigende Erzeugung an elektrischer Energie aus regenerativen Anlagen prognostiziert. Der Anstieg von über 10 Terawattstunden (von ca. 150 Terawattstunden 2014 auf etwa 160 Terawattstunden 2015) spiegelt sich vor allem in den Energieträgern Wind onshore, Wind offshore und Biomasse wider. Abzüglich der prognostizierten Börsenerlöse ergeben sich für das Jahr 2015 demnach prognostizierte Kosten (Vergütungen an Anlagenbetreiber abzüglich Gegenwert durch Börsenerlöse) in Höhe von ca. 21, 1 Milliarden Euro. Dies entspricht in der EEG - Umlage 2015 einem Anteil von etwa 6,0 Cent pro Kilowattstunde.

Davon entfallen ca. 2,7 Cent pro Kilowattstunde auf Photovoltaik, ca. 1,6 Cent pro Kilowattstunde auf Biomasse, ca. 1,2 Cent pro Kilowattstunde auf Wind onshore, ca. 0,5 Cent pro Kilowattstunde auf Wind offshore . Für die finale Umlageberechnung sind aber noch der aktuelle EEG - Kontostand sowie die sogenannte Liquiditätsreserve zu berücksichtigen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das EEG - Konto zum 30. September 2014 mit knapp 1,4 Milliarden Euro im Plus (30. September 2013: minus 2,2 Milliarden Euro).

 

Anzeige

Diese Seite verwendet Cookies (Datenschutzeinstellungen einsehen). Durch den Besuch der Website stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.