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Offshore Windkraft-Anlagen - Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat Anfang Mai 2011 an der Ostsee den ersten kommerziellen Windpark in Deutschland in Betrieb genommen. 21 Windräder sollen zukünftig Strom für 50.000 Haushalte produzieren. Damit fiel auch offiziell der Startschuss für die kommerzielle Nutzung der Offshore Windkraft in Deutschland.

Knapp drei Jahre nach dem Start des Offshore-Windpark Projektes Baltic 1 stehen die 21 kirchturmhohen Windkraft-Anlagen und die rund 1000 Tonnen schwere Umspannplattform 16 Kilometer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns in der Ostsee. Jedes Windrad hat eine installierte Leistung von 2,3 Megawatt, zusammen kommen sie damit auf 48,3 Megawatt und können jährlich bis zu 185 Gigawattstunden Strom produzieren, genug für 50.000 Haushalte.

 

EnBW Baltic 1 Windkraftanlage
Fotograf: EnBW / Matthias Ibeler, Emsdetten / Baltic 1

Der im Windpark EnBW Baltic 1 erzeugte Strom wird auf der Umspannplattform auf die Übertragungsspannung von 150 Kilovolt hochtransformiert und dann über ein rund 60 Kilometer langes Seekabel an die Küste transportiert.

 

Die Erfahrungen dieses ersten Offshore-Windpark Projektes in Deutschland sollen auch für das nächste und sechs Mal größere Projekt EnBW Baltic 2 genutzt werden. Die Aufträge dafür sind laut EnBW bereits vergeben, die Planungen laufen, Baubeginn wird voraussichtlich bereits in 2012 sein.

Gerade mit dem Rückenwind der neuen grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg ist zu erwarten, das der bisher stark durch Atomkraft geprägte Enerigekonzern EnBW bevorzugt weitere Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energie tätigen wird.

Dazu gehören bereits geplante Neubauten wie ein Wasserkraftwerk in Rheinfelden, der Ausbau des Wasserkraftwerks in Iffezheim. Zudem soll das Engagement bei Biogasanlagen, Biomasse und im Bereich Fotovoltaik ausgebaut werden, der Ausbau der Onshore-Windkapazitäten sowie dezentrale Erneuerbare Energien-Anlagen, die zu „virtuellen Kraftwerken“ zusammengefasst werden sollen.

Bis zum Jahr 2020 will die EnBW insgesamt 3000 Megawatt im Bereich der Erneuerbaren Energien neu bauen. Das würde eine Verdoppelung der Kapazitäten im Jahr 2011 bedeuten und laut EnBW insgesamt rund 8 Milliarden Euro an Investitionen erfordern.



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