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Der Traum eines Eigenheims lässt sich ermöglichen, wenn die finanziellen Rahmendaten passen. Das bedeutet, dass angehende Eigenheimbesitzer über einen sicheren Job verfügen sollten und eine gewisse Eigenkapitalquote vorweisen. Viele Banken erwarten einen Eigenanteil von mindestens zwanzig Prozent oftmals sogar mehr.

Schubkarre auf BaustelleDer Bau eines neuen Hauses kostet viel Zeit, Nerven und Geld. 

Bei einer Gesamtfinanzierung von 200.000 € müssten Bauherren also mindestens 40.000 € Eigenkapital mitbringen. Dieses kann in Form von Bargeld, Kapitallebensversicherungen, Immobilien oder anderen Sicherheiten nachgewiesen werden. Was die Bank akzeptiert ist individuell mit ihr abzustimmen.

 

Bauen ist teurer geworden

Ist die erste große Hürde umschifft, die Kreditwürdigkeit nachgewiesen und die Zahlungsfähigkeit aufgrund eines regelmäßigen Gehaltseingangs ebenfalls, dann geht es an die Finanzierung. Wie teuer soll die Immobilie werden? Wie viel kann sich der Kreditnehmer leisten und was bekommt er für sein Geld? Der Immobilienmarkt hat sich in den letzten Jahren rasant gewandelt. Das, was vor nicht allzu langer Zeit noch günstig war, ist inzwischen teurer geworden. Die Rede ist von den Baukosten. Denn auch wenn die Bauzinsen derzeit noch sehr niedrig sind, so haben sich die Kosten für die Errichtung eines Eigenheims insgesamt verteuert.

Die Preise für Neubauten sind in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um über 1,7 Prozent gestiegen. In Großstädten wie Berlin stiegen die Preise noch weiter an. Pro Quadratmeter zahlen Bauherren derzeit rund 1.400 Euro. Auf ein großes Haus gerechnet, kommen schnell mehrere Hunderttausend Euro Baukosten zusammen. Damit das Eigenheim nicht zur Schuldenfalle wird, ist eine richtige Planung das A und O. Denn auch vor und nach dem eigentlichen Bau entstehen viele Kosten, unter anderem für die Grundbucheintragung, die Absicherung oder die Müllentsorgung. Die Finanzierung sollte wie erwähnt, zu mindestens zwanzig Prozent aus Eigenkapital bestehen, um die Risiken so gering wie möglich zu halten. Der Rest der Kosten lässt sich mit freien Krediten und Bausparverträgen tragen.

Geldschein-HausZwar ist Baugeld günstig, aber die Baukosten sind gestiegen. 

Auch können Bauherren einen Teil der Finanzierung mit Programmen aus der KfW Förderung stemmen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet zahlreiche Förderprogramme an. Dadurch lassen sich bei hohen Bausummen einige Tausend Euro Zinsen einsparen. Bauherren erhalten außerdem einen Kredit zu günstigen Konditionen. Besonders lohnenswert ist es, wenn das Haus energieeffizient und mit erneuerbaren Energien ausgestattet sein soll. Allerdings sollten Kreditnehmer dabei immer die Laufzeiten und Tilgungen im Auge behalten. Denn nach Ende der Laufzeit muss eine Anschlussfinanzierung aufgenommen werden. Dass diese aus heutiger Sicht in jedem Fall kostenintensiver wird, liegt auf der Hand. Derzeit herrscht historischer Tiefstand, was die Höhe der Zinsen für Baukredite angeht. Es kann also nur teurer werden. Deshalb empfehlen Experten, nach Möglichkeit bei der Abbezahlung der Kredite zuerst den Förderkredit zu bedienen und erst dann den freien Kredit – falls dieser für die Finanzierung des Eigenheims zusätzlich nötig ist.

Bei der Kfw stehen die folgenden Fördermöglichkeiten zur Verfügung:

1. Wohneigentumsprogramm

Über das Wohnungseigentumsprogramm erhalten Bauherren einen Kredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro. Der effektive Jahreszins liegt derzeit unter einem Prozent. Der Kredit lässt sich für den Kauf und den Bau von selbst genutztem Wohneigentum beantragen. Er ist ein idealer Baustein für die Finanzierung und flexibel mit anderen Förderprodukten kombinierbar. Bauherren können den Förderkredit verwenden, um

  • Baukosten,
  • Baunebenkosten,
  • Notar- und Maklergebühren und
  • Kosten des Baugrundstücks

zu bezahlen. Existiert das Haus bereits und erhielt der Eigentümer es durch Schenkung oder ein Erbe, lassen sich mit diesem Kredit

  • Sanierungs- und Umbaukosten sowie
  • die Auszahlung von Miterben

finanzieren. Damit ist das Förderprogramm ausgesprochen kreditnehmerfreundlich und praxisorientiert.

Laptop und BauplanDer Architekt muss schon bei der Planung berücksichtigen, wenn bestimmte Energieeffizienzstandards erreicht werden sollen.

 

2. Energiesparhausprogramm

Wer sich für energieeffizientes Bauen entscheidet und über eine Wohnimmobilie, zum Beispiel ein Passivhaus nachdenkt, erhält von der KfW eine spezielle Förderung. Der Förderkredit Energieeffizient Bauen ist zu günstigen Konditionen und mit einem Tilgungszuschuss erhältlich. Je energieeffizienter das Haus werden soll, desto höher ist auch der Zuschuss. Auch hier liegt der effektive Jahreszins bei unter einem Prozent. Die maximale Kreditsumme beträgt 100.000 Euro. Wichtig ist, dass das geplante Haus den technischen und energieeffizienten Standards der KfW entspricht. Förderbar ist neben dem Neubau auch der Erwerb eines Effizienzhauses. Bauherren können diesen Kredit nutzen, um die Bau- und Baunebenkosten sowie die Planung, Beratung und den Kaufpreis zu finanzieren.

 

3. Erneuerbare Energien - Photovoltaikprogramm

Bauherren die Sonnenenergie zur Stromerzeugung verwenden wollen, können bei der KfW einen Kredit für Photovoltaikanlagen beantragen. Das günstige Darlehen enthält niedrige Zinsen. Damit lassen sich solare Bauvorhaben bis zu 25 Millionen Euro finanzieren. Förderbar sind zum einen der Kauf von neuen Photovoltaikanlagen, zum anderen die Kosten für die Erweiterung, beziehungsweise den Aufbau einer gebrauchten Solaranlage, wenn damit eine Verbesserung möglich ist. Bedingung für die Kreditvergabe ist, dass Bauherren einen Teil des Stroms in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Spezielle Tipps zur KfW-Förderung für Photovoltaik-Anlagen bietet Viebrockhaus. Hier finden Bauherren auch Infos zu den verwendeten Solar-Modulen und Leistungsspektren.

 

4. Erneuerbare Energien – Speicherprogramm

Im Rahmen des erneuerbaren Energieprogramms gibt es bei der KfW darüber hinaus eine Förderung für Solarspeicher. Mit einem niedrigen effektiven Jahreszins kann dieser Kredit zur Speichernachrüstung von Photovoltaikanlagen verwendet werden. Er ist mit einem Tilgungszuschuss erhältlich und bietet flexible Laufzeiten und eine Zinsbindung bis zu 20 Jahren an. Förderbar sind unter anderem die Nutzung und Nachrüstung von stationären Batteriesystemen, die Photovoltaikanlagen in das Stromnetz integrieren und dafür sorgen, dass der Strom ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Als Bedingung für die Kreditgenehmigung muss sich die Solaranlage in Deutschland befinden und das Speichersystem für mindestens fünf Jahre in Betrieb sein.

Es gibt eine Datenbank, die ausschließlich Energiefördermittel verwaltet. Sie liegt beim FIZ Karlsruhe, dem Leibnitzinstitut für Informationsinfrastruktur GmbH. Die Informationsplattform wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. In der „Bine“-Datenbank können Verbraucher kostenfrei recherchieren und alle nötigen Informationen online abrufen. Wer

  • seine Postleitzahl eingibt und
  • die Voreinstellung auf „Modernisierung“ oder
  • auf Neubau einstellt,

der erhält eine Liste aller verfügbaren Programme in seiner Region. Per Klick auf den Programmnamen erscheinen umfangreich Informationen zum ausgewählten Programm inklusive Kontaktdaten sowie Antragshinweisen.

Bild-Quellen:

Pixabay © sandid (CC0 Public Domain)
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Pixabay © PIX1861 (CC0 Public Domain)

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