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Die jährliche Abrechnung des hauseigenen Energieverbrauchs sorgt in vielen Haushalten für Schockmomente. Trotz vermeintlicher Vorsicht und einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Verbrauch von Heizenergie und Strom liegen die Kosten häufig in Bereichen, die einen angenehmen Bereich übersteigen. Wer sich nur oberflächlich mit dem Senken des eigenen Energieverbrauchs beschäftigt und keinerlei Veränderungen im Haushalt vornimmt, bringt sich um das eigentlich mögliche Sparpotenzial. Ein Gang durch Wohnung oder Haus und ein genauer Blick auf Stromfresser verschafft Klarheit.

 

Beleuchtung clever nutzen

Als Selbstverständlichkeit gilt heute die Möglichkeit, alle Räume innerhalb einer Wohnung beleuchten zu können. Mit Stehlampen, Tischlampen und natürlich auch einer Deckenbeleuchtung treten jedoch immer wieder kleine Stromfresser auf den Plan. Dass dies so ist, begründet sich zumeist in der Verwendung älterer Leuchtmittel. Werden in Haushalten nach wie vor gewöhnliche Glühbirnen verwendet, so erhöht dies den Stromverbrauch im Vergleich zu modernen Leuchtmitteln spürbar. Da die Stromkosten weiterhin steigen, kann das Festhalten an veralteten Leuchtmitteln viel Geld kosten. Der Umstieg auf Energiesparleuchten oder auch auf die LED-Technologie ist daher ein vernünftiger Weg in Richtung Stromkostensenkung.

Energiesparleuchten sorgen für einen deutlich geringeren Stromverbrauch. (Quelle: jarmoluk (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Oft jedoch sind sich Verbraucher unsicher, denn Energiesparleuchten wird auch heute noch eine ungeeignete Leistung nachgesagt. Wer glaubt, solcherlei Leuchtmittel würden unangenehm kühles Licht schaffen und es nicht mit den gewöhnlichen Glühbirnen aufnehmen können, sitzt dabei jedoch einem alten Vorurteil auf. So sind moderne Energiesparleuchten und LED-Lampen längst schon dazu in der Lage, eine angenehme Beleuchtung zu schaffen. Entscheiden können sich Verbraucher heute sogar zwischen warmweißen und kalten Lichtstimmungen.

Verbraucher, die nach der Umrüstung von Glühbirnen auf Energiesparleuchten keinerlei Nachteile in Kauf nehmen wollen, sollten einen genaueren Blick auf die Lumenzahl werfen. Diese gibt an, wie viel Helligkeit das jeweilige Leuchtmittel tatsächlich erzeugt. So ist eine Energiesparlampe mit elf Watt einer Glühbirne mit sechzig Watt etwa gleichgestellt, denn beide erzeugen laut Angaben der Thüga Energie GmbH Helligkeit im Bereich zwischen 700 und 900 Lumen. Dass die Energiesparleuchte mit einer deutlich niedrigeren Wattzahl auskommt, sorgt für eine Verringerung des Stromverbrauchs. Netter Nebeneffekt: Energiesparende Leuchtmittel weisen in aller Regel eine deutlich längere Lebensdauer auf als Glühbirnen, weswegen sich auch hier ein langfristiger Spareffekt ergibt.

 

Elektrogeräte genauer unter die Lupe nehmen

Ein Leben ohne die großen und kleinen elektronischen Helfer ist heute kaum mehr vorstellbar. Dass sich jedoch ausgerechnet in diesem Bereich unnötige Stromkosten summieren, sollte Verbraucher zu einem Umdenken veranlassen. Immerhin gibt es in modernen Haushalten heute Geräte wie

  • Waschmaschine,
  • Kühlschrank,
  • Backofen,
  • Trockner,
  • Computer
  • und auch Unterhaltungselektronik vom Fernseher bis hin zur Spielekonsole.

Jedes Gerät verbraucht im Laufe seiner Lebensdauer unterschiedlich viel Strom. Ein besonderes Augenmerk sollten Verbraucher auf die großen Haushaltsgeräte legen, denn sind diese veraltet, sorgen sie für hohe Stromkosten. Besser ist es da, eine alte Waschmaschine durch ein modernes Modell mit einer entsprechend guten Energieeffizienzklasse zu ersetzen.

 Steckdosenleisten mit Abschaltfunktion helfen dabei, den Stand-By Modus zu umgehen. (Quelle: PIX1861 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Bei kleineren Geräten mit niedrigerem Stromverbrauch machen sich Haus- und Wohnungsbesitzer oftmals weniger Gedanken um die entstehenden Kosten. Dass dies jedoch ein Fehler sein kann, beweisen auch Zahlen des Statistischen Bundesamtes. So sank der Stromverbrauch in deutschen Haushalten zwischen 2005 und 2014 zwar um 6,9 Prozent, der Bereich der elektrischen Geräte bildet hiervon allerdings eine Ausnahme. „Der Energieverbrauch bei den elektrischen Haushalts-, Unterhaltungs- und Kommunikationsgeräten lag 2014 um 1,7 % höher als 2005. Grund hierfür ist die steigende Zahl an Geräten, deren erhöhte Funktionalität und erhöhte Nutzung.“ (Quelle: https://www.destatis.de)

Es lohnt sich daher, auch rund um Fernseher, PC und HiFi-Anlage einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Stromverbrauch einzuführen. Die Geräte seltener zu nutzen, wäre zwar möglich, lässt sich im Alltag jedoch ohne den Verlust des eigenen Wohlgefühls und Komforts kaum umsetzen. Clevere Sparer nutzen daher abschaltbare Steckdosenleisten und vermeiden so den Stand-By Betrieb elektronischer Geräte. Schon 2007 stellte Stiftung Warentest fest, dass der Stromverbrauch elektronischer Geräte im Stand-By Betrieb den Verbrauch des aktiven Betriebs langfristig übersteigt. Wer solcherlei Geräte nach der Nutzung komplett von der Stromversorgung trennt, spart daher tatsächlich viel Geld, ohne seine Nutzungsgewohnheiten umstellen zu müssen.

 

Wie Heizung und Stromverbrauch zusammenhängen

Geht es um angenehme Wärme und die richtige Nutzung der Heizung im eigenen Haushalt, so denken die meisten Verbraucher lediglich an Kosten für Gas, Öl oder auch andere Brennstoffe. Dass bei solchen Heizungen jedoch auch der Stromverbrauch eine wichtige Rolle spielt, gerät nicht selten in Vergessenheit. Wer Strom sparen möchte und seine Möglichkeiten vollumfänglich ausnutzen will, sollte daher auch die eigene Heizungsanlage genauer unter die Lupe nehmen.

Auch für das Beheizen der Wohnung braucht es Strom. (Quelle: geralt (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Insbesondere die Umwälzpumpe einer Heizung kann sich als wahrhaftiger Stromfresser entpuppen. Dies ist vor allem bei älteren Modellen der Fall, die ihre Leistung nicht an die Umgebungstemperatur und den tatsächlichen Bedarf anpassen können. Diese Pumpen verbrauchen ganz unabhängig von der Jahreszeit oder der Außentemperatur stets viel Strom, weswegen ein Umrüsten durchaus sinnvoll sein kann. Laut co2online.de ist das Austauschen einer alten Umwälzpumpe gegen eine neue Hocheffizienzpumpe der beste Weg. Etwa achtzig Prozent der bisherigen Stromkosten lassen sich so einsparen.

Gleiches gilt, wenn die veraltete Heizungsanlage vollständig ausgetauscht werden soll. Moderne Anlagen verfügen über einen Außenfühler, der die tatsächliche Umgebungstemperatur misst und die Heizleistung hieran anpasst. An milden Wintertagen wird eine solche Heizung deutlich weniger Energie verbrauchen, ohne dass es dem Verbraucher in seinem Zuhause kalt wird. Kombiniert mit verantwortungsvollem Heizen – etwa durch die Verwendung programmierbarer und intelligenter Heizungsthermostate – ergibt sich hieraus nicht nur eine Senkung der Heizkosten, sondern erneut ein geringerer Stromverbrauch.

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